Jajajaaaaa, zu früh gefreut hab' ich mich. Da war ich doch wirklich so naiv zu glauben, dass ich die Buchmesse ohne Erkältung überstehe. Und jetzt lieg ich bereits den zweiten Tag im Bett.
Dabei hatte ich heute morgen noch geglaubt, mir ginge es wieder so weit gut, dass ich zur Arbeit kann.
Wer mich kennt, der kennt auch meine Hummeln im Hintern und weiß, ich kann nicht lange kränkelnd daheim vor mich hinsiechen, während im Büro der Schreibtisch nach mir fiept. Aber es gibt leider Momente, da muss auch ich feststellen, dass der Organismus Dich schon sehr unangenehm in die Schranken weisen kann, wenn Du zu früh zu viel von ihm verlangst.
Heute morgen wollte ich noch schnell zum Arzt, mir nachträglich eine Krankmeldung für den gestrigen Tag holen (denn gestern war Schlafen tatsächlich das Einzige, wozu ich fähig war) und dann eigentlich direkt los ins Geschäft.
Tja, nun haben's meine Hausärztin und ich irgendwie nicht so raus mit dem Timing... Da muss ich vielleicht zwei-, wenn es hoch kommt dreimal im Jahr zu ihr, und prompt hat sie ausgerechnet in dieser Zeit (und bereits das zweite Mal in Folge) wegen Urlaub geschlossen.
Beim Vertretungsarzt bekomme ich erst am Nachmittag einen Termin. Also schnell wieder ab nach Hause, am besten gleich auf Arbeit Bescheid sagen und überlegen, ob ich wenigstens kurz vorbeikomme und am Nachmittag zum Arzt gehe...
Aber als ich daheim zur Tür reinkomme, hat sich mein Plan schnell erledigt. Von den gerade mal 500 Metern Fußweg zwischen Arzt, Vertretungsarzt und zu Hause bin ich so fertig, dass mir der Schweiß in Bächen die Stirn und den Rücken runterläuft und mir ganz schwummerig ist.
Also schnell die Chefin anrufen (die mir dringend empfiehlt, den Rest der Woche zuhause zu bleiben und mich richtig auszukurieren, bevor ich die restliche Belegschaft gleich mit anstecke... sie hat ja recht) und wieder ab ins Bett und heute nachmittag zum Onkel Doktor, der mir wahrscheinlich das gleiche sagt wie meine Chefin.
Tee und Bett. Da bleib ich jetzt auch.
Versprochen. Meh.
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Samstag, 11. Oktober 2014
#fbm14
Eine rundherum gelungene Buchmesse war das mal wieder, sagt Frau Mi. Zwar mit Schmuddelwetter und Regen, aber auch mit guten Gesprächsterminen und vor allem wieder mit vielen interessanten Begegnungen. Mittlerweile ist die Messe für mich, so ganz neben Arbeit, Gewusel und Hektik, auch wirklich so etwas wie ein Familientreffen.
Erneut konnte ich erfolgreich wilden Menschenansammlungen und semi-interessanter C-Prominenz aus dem Weg gehen, und mein Portemonnaie blieb ordentlich in der Tasche verstaut - das hätte sich nämlich bei dem ganzen Krimskrams, den es an den bunten Messeständen zu kaufen gab, wieder sehr schnell entleert.
Neben dem Stelldichein mit der lieben Buchmessefamilie hat es mich diesmal auch besonders gefreut, einen Menschen zu treffen, den ich zwar schon seit über drei Jahren virtuell kenne, dem ich aber persönlich noch nie begegnet bin: Nämlich die Monia aka "Cleos Bücherblog", die es dieses Jahr endlich auch nach Frankfurt geschafft hat, so dass wir mal Zeit für einen schönen Plausch hatten. Ich hoffe, wir treffen uns ganz bald mal wieder.
Ansonsten sage ich toi toi toi und klopfe fest auf Holz, denn bisher hat sich noch keine Messeerkältung bemerkbar gemacht - und hier noch ein paar Impressionen der letzten beiden Tage.
Erneut konnte ich erfolgreich wilden Menschenansammlungen und semi-interessanter C-Prominenz aus dem Weg gehen, und mein Portemonnaie blieb ordentlich in der Tasche verstaut - das hätte sich nämlich bei dem ganzen Krimskrams, den es an den bunten Messeständen zu kaufen gab, wieder sehr schnell entleert.
Neben dem Stelldichein mit der lieben Buchmessefamilie hat es mich diesmal auch besonders gefreut, einen Menschen zu treffen, den ich zwar schon seit über drei Jahren virtuell kenne, dem ich aber persönlich noch nie begegnet bin: Nämlich die Monia aka "Cleos Bücherblog", die es dieses Jahr endlich auch nach Frankfurt geschafft hat, so dass wir mal Zeit für einen schönen Plausch hatten. Ich hoffe, wir treffen uns ganz bald mal wieder.
Ansonsten sage ich toi toi toi und klopfe fest auf Holz, denn bisher hat sich noch keine Messeerkältung bemerkbar gemacht - und hier noch ein paar Impressionen der letzten beiden Tage.
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| Immer wieder schön: Wibke, der gestreifte Findelkraken und ich mit Öhrchen (pic by Steffen) |
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| Dennis ist hier der Hahn im Korb...öhm, halt, der Tatortreiniger war ja auch dabei... |
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| Käsespätzle und Atschel-Krüstlein - lecker dinnieren mit Luise und Steph nach der Messe |
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| Frankfurt bei Nacht. Dieses Selfie gibts übrigens dreimal! ;) |
Samstag, 4. Oktober 2014
Donnerstag, 25. September 2014
Frau Mi hat JA! gesagt!!
WAS.
FÜR.
EIN.
TAG:
Nein, der lässt sich kaum in Worte fassen.
Wahnsinns Wetter. Wahnsinns Stimmung. Leckeres Essen. Leckere Getränke. Die tollsten Hochzeitsgäste der Welt. Worschdsalattorte. Live Musik. Gehüpfe und Getanze. Der beste Ehemann, den man sich vorstellen kann. Von Aufregung und Stress keine Spur. Und die wahrscheinlich glücklichste und dankbarste Frau Mi der Welt.
Ach, was red' ich... Guckt Euch die Bilder an.
Heiraten macht Spaß! Wir können es jedem nur wärmstens empfehlen!! ;-)))
FÜR.
EIN.
TAG:
Nein, der lässt sich kaum in Worte fassen.
Wahnsinns Wetter. Wahnsinns Stimmung. Leckeres Essen. Leckere Getränke. Die tollsten Hochzeitsgäste der Welt. Worschdsalattorte. Live Musik. Gehüpfe und Getanze. Der beste Ehemann, den man sich vorstellen kann. Von Aufregung und Stress keine Spur. Und die wahrscheinlich glücklichste und dankbarste Frau Mi der Welt.
Ach, was red' ich... Guckt Euch die Bilder an.
Heiraten macht Spaß! Wir können es jedem nur wärmstens empfehlen!! ;-)))
Donnerstag, 18. September 2014
Frau Mi sagt JA!: Two days left...
Dies wird mein letzter Blogpost als unverheiratete Frau.
Und um die allgemeine Frage zu beantworten, die mir seit Tagen in immer kürzer werdenden Abständen gestellt wird: Nein, ich bin NICHT aufgeregt!
Ich werde vielleicht langsam etwas hibbelig und die Vorfreude steigt exponentiell an, aber von Aufregung im Sinne von AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRGGGGHHH!! - keine Spur.
Die letzten Vorbereitungen sind getroffen, Deko, Tischkarten, Sitzplan und Menukarten liegen bereit, morgen wird alles schon mal zum Veranstaltungsort gebracht und dort deponiert.
Morgen wird überhaupt und sowieso alles erledigt, was noch zu erledigen ist, damit es am Samstag für mich nur noch heißt: Brautstrauß abholen, Frisur machen lassen, Makeup drauf, Kleid anziehen... und dann kanns losgehen.
Was das Wetter betrifft: Die letzten Tage haben gezeigt, dass es auch nach einem völlig verkackten Sommer noch spätsommerlich werden kann. Und auch wenn jede Vorhersage was anderes vorhersagt (von bewölkt über Regen bis Gewitter etc.) - et kütt wie et kütt und es wird wie es wird.
Während der Herr Bäutigam und ich uns im Relaxtsein üben, steigt der Adrenalinpegel bei einigen unserer Mitmenschen schon in den roten Bereich. Ständig kommen Anrufe, Whatsapp-Nachrichten und SMS mit Inhalten wie
- Ohgottichhabnixzumanziehen!!!
- Ohgottwassollenwireuchdennschenken??
- Ohgottichhabeingeschenkselbstgebasteltundessiehtscheißeaus!!
- Ohgottichhabnixzumanziehen!!!
- Ohgottwannfängtdietrauungnochmalan??
- Ohgottwomüssenwirgenauhinundhoffendlichstehnwirnichtimstau!!
- Ohgottichhabnixzumanziehen!!
Ich kann Euch da nur folgende Tipps geben:
- Zieht Klamotten an, in denen Ihr Euch wohlfühlt.
- Wir freuen uns über jedes Geschenk, auch wenn es selbstgebastelt ist und scheiße aussieht - wichtig ist, dass Ihr diesen Tag gemeinsam mit uns verbringt.
- Zieht Klamotten an, in denen Ihr Euch wohlfühlt.
- Die Trauung beginnt um 12:30 Uhr
- Alle weiteren wichtigen Punkte stehen in der Einladung. Und um Euch möglichst wenig Stress zu machen, fahrt lieber 10 Minuten früher los als später.
- Zieht Klamotten an, in denen Ihr Euch wohlfühlt.
Hochachtungsvoll,
die Braut
Und um die allgemeine Frage zu beantworten, die mir seit Tagen in immer kürzer werdenden Abständen gestellt wird: Nein, ich bin NICHT aufgeregt!
Ich werde vielleicht langsam etwas hibbelig und die Vorfreude steigt exponentiell an, aber von Aufregung im Sinne von AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRGGGGHHH!! - keine Spur.
Die letzten Vorbereitungen sind getroffen, Deko, Tischkarten, Sitzplan und Menukarten liegen bereit, morgen wird alles schon mal zum Veranstaltungsort gebracht und dort deponiert.
Morgen wird überhaupt und sowieso alles erledigt, was noch zu erledigen ist, damit es am Samstag für mich nur noch heißt: Brautstrauß abholen, Frisur machen lassen, Makeup drauf, Kleid anziehen... und dann kanns losgehen.
Was das Wetter betrifft: Die letzten Tage haben gezeigt, dass es auch nach einem völlig verkackten Sommer noch spätsommerlich werden kann. Und auch wenn jede Vorhersage was anderes vorhersagt (von bewölkt über Regen bis Gewitter etc.) - et kütt wie et kütt und es wird wie es wird.
Während der Herr Bäutigam und ich uns im Relaxtsein üben, steigt der Adrenalinpegel bei einigen unserer Mitmenschen schon in den roten Bereich. Ständig kommen Anrufe, Whatsapp-Nachrichten und SMS mit Inhalten wie
- Ohgottichhabnixzumanziehen!!!
- Ohgottwassollenwireuchdennschenken??
- Ohgottichhabeingeschenkselbstgebasteltundessiehtscheißeaus!!
- Ohgottichhabnixzumanziehen!!!
- Ohgottwannfängtdietrauungnochmalan??
- Ohgottwomüssenwirgenauhinundhoffendlichstehnwirnichtimstau!!
- Ohgottichhabnixzumanziehen!!
Ich kann Euch da nur folgende Tipps geben:
- Zieht Klamotten an, in denen Ihr Euch wohlfühlt.
- Wir freuen uns über jedes Geschenk, auch wenn es selbstgebastelt ist und scheiße aussieht - wichtig ist, dass Ihr diesen Tag gemeinsam mit uns verbringt.
- Zieht Klamotten an, in denen Ihr Euch wohlfühlt.
- Die Trauung beginnt um 12:30 Uhr
- Alle weiteren wichtigen Punkte stehen in der Einladung. Und um Euch möglichst wenig Stress zu machen, fahrt lieber 10 Minuten früher los als später.
- Zieht Klamotten an, in denen Ihr Euch wohlfühlt.
Hochachtungsvoll,
die Braut
Mittwoch, 10. September 2014
Von Schusseligkeit und unerhörtem Glück.
Wer mich kennt, der weiß auch eines: Ich bin ein etwas schusseliger, machmal verpeilter, ungeschickter und vergesslicher Mensch. Auch wer mich gerade erst kennenlernt, wird diese Eigenschaft an mir ganz schnell entdecken lernen.
Ich bin jemand, der sein Handy sucht, obwohl er es zwei Minuten vorher noch in der Hand hatte. Ich bin der, der Sachen runterfallen lässt, so dass sie kaputtgehen. Ich bin der, der beim Essen kleckert (beim Trinken sowieso), mit dem Autoschlüssel die Wohnungstür aufschließen will und sich wundert, warum die Tür nicht aufgeht, wenn ich aufs Knöpfchen drücke.
Was ein Glück habe ich mein Männe, der mein Handy im Wäschekorb findet, kaputte Sachen sofort repariert und auch sonst ein sehr organisierter Mensch ist, was natürlich meine Eigenschaften etwas entschärft.
Aber auch mein Männe kann nicht immer verhindern, dass meine Schusseligkeit sich in vollem Umfang austoben kann.
Ein Beispiel vom letzten Montag: Wir besuchen an meinem ersten Urlaubstag mit ein paar Kollegen von Männe ein Weinfest im Nachbarort. Erst lecker essen, dann auf dem Festplatz in der Altstadt das ein oder andere Weinchen trinken, Wetter passt auch, Stimmung ist prima, alles bestens.
Da ich Wein nur in begrenzten Mengen konsumieren kann, begleite ich einen von den Kollegen in eine Cocktailbar, wo ich mir einen Caipi und für Männe einen Wodka Red Bull bestelle. Wir gesellen uns wieder hinaus zu den anderen, mittlerweile ist es früher Abend, das Gedränge auf dem Festplatz nimmt zu und die Menschenmassen werden von Stunde zu Stunde zäher.
Gegen halb sieben brechen wir schließlich auf (ein Männe-Kollege fährt uns netterweise nach Hause), möchten aber auf dem Rückweg noch im Supermarkt anhalten und ein paar antialkoholische Getränke kaufen.
Als ich die Getränke an der Kasse zahlen will und meine Handtasche öffne, bleibt mir das Herz stehen: Mein Portemonnaie ist weg!!! Einfach verschwunden!
Mein Pulsschlag verdoppelt sich sofort und mir läuft es eiskalt den Rücken runter. In der Menschenmenge hat mir einer das Portemonnaie aus der Tasche geklaut! schießt es mir sofort durch den Kopf.
Der nächste Gedanke: In dem Portemonnaie befinden sich nicht nur über 100 Euro Bargeld sondern - noch schlimmer - alle meine Karten und Papiere.
Scheiße.
Wie kann man nur so blöd sein!!?
Wir fahren zurück Richtung Weinfest, ich natürlich völlig aufgelöst, nur mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung, dass ich das Portemonnaie unterwegs verloren habe, es irgendein ehrlicher Finder entdeckt und beim Fundbüro abgegeben hat.Von mir aus kann auch das Geld fehlen - wichtig sind mir die Papiere. Schreckliche Erinnerungen werden wach.
Vor sechs Jahren ist mir schon mal ein Geldbeutel abhanden gekommen: Im Pausenraum meiner damaligen Arbeitsstätte. Damals hatte mir irgendjemand das Ding aus der Tasche geklaut. Ein Praktikant, eine Aushilfe, ein Kollege? Ich weiß es bis heute nicht. 180 Euro Bargeld waren futsch, aber das Portemonnaie wurde am nächsten Tag zum Glück beim Fundbüro abgegeben, noch mit allen Papieren drin.
Nee, denke ich.
Soviel Schwein kannst Du doch kein zweites Mal haben.
Erste Anlaufstelle auf dem Weinfest: Die Festleitung, deren Büro sich genau neben dem Stehtisch befindet, den wir noch bis vor knapp einer dreiviertel Stunde besetzt haben. Allzu weit hatten wir uns hier nicht wegbewegt. Vielleicht hat ja jemand was gesehen...?
Die Frau hinter dem Schalter schüttelt den Kopf. Es wurde nichts abgegeben.
Ich raufe mir die Haare. Was jetzt? Wo war ich noch? Wen könnte ich noch fra... DIE BAR!!!! Siedendheiß überfällt mich der Gedanke. Na klar!!! Ich hab mein Portemonnaie in der Bar vergessen, als ich Caipi holen war! Aber das ist schon über zwei Stunden her!
Ein Versuch ist es wert. Ich stürze ins Lokal, die Bedienung hatte mittlerweile Schichtwechsel, und frage die Barkeeperin hinter dem Tresen nach einem verlorenen blaukarierten Geldbeutel.
Kurz kneift sie die Augen zusammen, dann - mir fällt eine Tonne Steine vom Herzen - nickt sie und ruft ihren Kollegen raus. Den kenn ich, das war der, der uns die Getränke gemixt hat.
Er öffnet eine Schublade und holt mein Portmonnaie raus. Ich möchte ihn umarmen und mit Konfetti beschmeißen!!!
Wie vermutet hatte ich das Teil nach dem Bezahlen auf dem Tresen liegen lassen, er hatte es gesehen und sofort weggeschlossen, da der Andrang in der Bar von Minute zu Minute größer wurde.
Ich danke ihm hunderttausend mal und stolpere, völlig benommen, aus dem Lokal raus. Mein Männe steht an der Ecke und sieht mich erwartungsvoll an - und ich kann nix sagen, nur den Daumen heben.
Zurück im Auto werfe ich einen Blick ins Portemonnaie. Es ist alles noch drin, bis auf den Cent genau.
Ich atme tief durch. Eieiei, das hätte ein großartiger Urlaubsanfang werden können.
Die Anrufe auf der Bank, EC- und Kreditkarten sperren, neuen Perso und neuen Führerschein beantragen und weiß der Geier, was sonst noch auf mich zugekommen wäre - egal!
Schwein gehabt, die zweite!
Frau Mi, das war Dir hoffendlich eine Lehre. Vielleicht passte in Zukunft mal ein bisschen besser auf Deinen Kram auf!
Ich bin jemand, der sein Handy sucht, obwohl er es zwei Minuten vorher noch in der Hand hatte. Ich bin der, der Sachen runterfallen lässt, so dass sie kaputtgehen. Ich bin der, der beim Essen kleckert (beim Trinken sowieso), mit dem Autoschlüssel die Wohnungstür aufschließen will und sich wundert, warum die Tür nicht aufgeht, wenn ich aufs Knöpfchen drücke.
Was ein Glück habe ich mein Männe, der mein Handy im Wäschekorb findet, kaputte Sachen sofort repariert und auch sonst ein sehr organisierter Mensch ist, was natürlich meine Eigenschaften etwas entschärft.
Aber auch mein Männe kann nicht immer verhindern, dass meine Schusseligkeit sich in vollem Umfang austoben kann.
Ein Beispiel vom letzten Montag: Wir besuchen an meinem ersten Urlaubstag mit ein paar Kollegen von Männe ein Weinfest im Nachbarort. Erst lecker essen, dann auf dem Festplatz in der Altstadt das ein oder andere Weinchen trinken, Wetter passt auch, Stimmung ist prima, alles bestens.
Da ich Wein nur in begrenzten Mengen konsumieren kann, begleite ich einen von den Kollegen in eine Cocktailbar, wo ich mir einen Caipi und für Männe einen Wodka Red Bull bestelle. Wir gesellen uns wieder hinaus zu den anderen, mittlerweile ist es früher Abend, das Gedränge auf dem Festplatz nimmt zu und die Menschenmassen werden von Stunde zu Stunde zäher.
Gegen halb sieben brechen wir schließlich auf (ein Männe-Kollege fährt uns netterweise nach Hause), möchten aber auf dem Rückweg noch im Supermarkt anhalten und ein paar antialkoholische Getränke kaufen.
Als ich die Getränke an der Kasse zahlen will und meine Handtasche öffne, bleibt mir das Herz stehen: Mein Portemonnaie ist weg!!! Einfach verschwunden!
Mein Pulsschlag verdoppelt sich sofort und mir läuft es eiskalt den Rücken runter. In der Menschenmenge hat mir einer das Portemonnaie aus der Tasche geklaut! schießt es mir sofort durch den Kopf.
Der nächste Gedanke: In dem Portemonnaie befinden sich nicht nur über 100 Euro Bargeld sondern - noch schlimmer - alle meine Karten und Papiere.
Scheiße.
Wie kann man nur so blöd sein!!?
Wir fahren zurück Richtung Weinfest, ich natürlich völlig aufgelöst, nur mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung, dass ich das Portemonnaie unterwegs verloren habe, es irgendein ehrlicher Finder entdeckt und beim Fundbüro abgegeben hat.Von mir aus kann auch das Geld fehlen - wichtig sind mir die Papiere. Schreckliche Erinnerungen werden wach.
Vor sechs Jahren ist mir schon mal ein Geldbeutel abhanden gekommen: Im Pausenraum meiner damaligen Arbeitsstätte. Damals hatte mir irgendjemand das Ding aus der Tasche geklaut. Ein Praktikant, eine Aushilfe, ein Kollege? Ich weiß es bis heute nicht. 180 Euro Bargeld waren futsch, aber das Portemonnaie wurde am nächsten Tag zum Glück beim Fundbüro abgegeben, noch mit allen Papieren drin.
Nee, denke ich.
Soviel Schwein kannst Du doch kein zweites Mal haben.
Erste Anlaufstelle auf dem Weinfest: Die Festleitung, deren Büro sich genau neben dem Stehtisch befindet, den wir noch bis vor knapp einer dreiviertel Stunde besetzt haben. Allzu weit hatten wir uns hier nicht wegbewegt. Vielleicht hat ja jemand was gesehen...?
Die Frau hinter dem Schalter schüttelt den Kopf. Es wurde nichts abgegeben.
Ich raufe mir die Haare. Was jetzt? Wo war ich noch? Wen könnte ich noch fra... DIE BAR!!!! Siedendheiß überfällt mich der Gedanke. Na klar!!! Ich hab mein Portemonnaie in der Bar vergessen, als ich Caipi holen war! Aber das ist schon über zwei Stunden her!
Ein Versuch ist es wert. Ich stürze ins Lokal, die Bedienung hatte mittlerweile Schichtwechsel, und frage die Barkeeperin hinter dem Tresen nach einem verlorenen blaukarierten Geldbeutel.
Kurz kneift sie die Augen zusammen, dann - mir fällt eine Tonne Steine vom Herzen - nickt sie und ruft ihren Kollegen raus. Den kenn ich, das war der, der uns die Getränke gemixt hat.
Er öffnet eine Schublade und holt mein Portmonnaie raus. Ich möchte ihn umarmen und mit Konfetti beschmeißen!!!
Wie vermutet hatte ich das Teil nach dem Bezahlen auf dem Tresen liegen lassen, er hatte es gesehen und sofort weggeschlossen, da der Andrang in der Bar von Minute zu Minute größer wurde.
Ich danke ihm hunderttausend mal und stolpere, völlig benommen, aus dem Lokal raus. Mein Männe steht an der Ecke und sieht mich erwartungsvoll an - und ich kann nix sagen, nur den Daumen heben.
Zurück im Auto werfe ich einen Blick ins Portemonnaie. Es ist alles noch drin, bis auf den Cent genau.
Ich atme tief durch. Eieiei, das hätte ein großartiger Urlaubsanfang werden können.
Die Anrufe auf der Bank, EC- und Kreditkarten sperren, neuen Perso und neuen Führerschein beantragen und weiß der Geier, was sonst noch auf mich zugekommen wäre - egal!
Schwein gehabt, die zweite!
Frau Mi, das war Dir hoffendlich eine Lehre. Vielleicht passte in Zukunft mal ein bisschen besser auf Deinen Kram auf!
Freitag, 5. September 2014
Spazier-Getier.
Woran man merkt, dass man älter wird?
Na, ich sag mal so: Man freut sich nach Feierabend einfach mal auf einen netten Spaziergang. Kein Extremsport, kein Superfitnessprogramm, kein Schweiß, der in Bächen dahinströmt - nur ein bisschen Bewegung an der frischen Luft. Is doch auch mal ganz schön.
Mein Männe und ich machen das seit ein paar Wochen, wann immer es uns möglich ist. Da kanns dann auch gerne mal in Strömen regnen - wird eben ein Schirm mitgenommen.
Zudem gibt es hier in der Gegend einige Möglichkeiten, sich die Füße zu vertreten. Und ganz nebenbei trifft man allerlei wildes und weniger wildes Getier.
Hier ein paar Impressionen unserer letzten Ausflüge...
Na, ich sag mal so: Man freut sich nach Feierabend einfach mal auf einen netten Spaziergang. Kein Extremsport, kein Superfitnessprogramm, kein Schweiß, der in Bächen dahinströmt - nur ein bisschen Bewegung an der frischen Luft. Is doch auch mal ganz schön.
Mein Männe und ich machen das seit ein paar Wochen, wann immer es uns möglich ist. Da kanns dann auch gerne mal in Strömen regnen - wird eben ein Schirm mitgenommen.
Zudem gibt es hier in der Gegend einige Möglichkeiten, sich die Füße zu vertreten. Und ganz nebenbei trifft man allerlei wildes und weniger wildes Getier.
Hier ein paar Impressionen unserer letzten Ausflüge...
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